Die 5 bekanntesten Brücken in Deutschland


Zu den fünf bekanntesten Brücken in technischer und ästhetischer Hinsicht in Deutschland zählen die Steinerne Brücke in Regensburg, die Krämerbrücke in Erfurt, die Göltzschtalbrücke, die Müngstener Talbrücke und die Köhlbrandbrücke in Hamburg.

  • Die Steinerne Brücke in Regensburg
  • Die Regensburger Brücke gilt als frühe technische Meisterleistung und wurde von 1135 bis 1146 errichtet. Es gab zu dieser Zeit kaum vergleichbare Brückenbauwerke und die Tatsache, dass das 309m lange Bauwerk mit 16 Stützpfeilern bis zum heutigen Tag überdauert hat und immer noch überquert werden kann, spricht für seine Einmaligkeit. Neben dem Dom zählt die Steinerne Brücke zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.  
     
  • Die Krämerbrücke in Erfurt
  • 1325 wurde eine Steinbrücke in Erfurt fertig gestellt, nachdem Feuersbrünste die vorherigen Holzaufbauten immer wieder zerstört hatten. Das Besondere an dieser Brücke ist, dass sie seit dem 15. Jahrhundert beidseitig mit derzeit 36 mehrstöckigen Häusern bebaut ist. Die Krämerbrücke steht heute unter Denkmalschutz und ist ausschließlich Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. 
  • Die Göltzschtalbrücke
  • Die Göltzschtalbrücke ist eine Eisenbahnbrücke und entstand während der Bauarbeiten an einer Bahntrasse zwischen Nürnberg und Leipzig. Sie gilt mit 26 Millionen Ziegelsteinen als größte Ziegelsteinbrücke der Welt und wurde im Baustil eines römischen Aquädukts errichtet. Aus den besten Vorschlägen eines Wettbewerbs konstruierte der Architekt Johann Andreas Schubert einen tragfähigen und korrekt berechneten Entwurf, der die Brücke auch für moderne Belastungen, wie Schnellzüge, brauchbar machte. Abgesehen davon ist das Viadukt ein imposantes Bauwerk von 78m Höhe und 578m Länge, gebaut aus Einzelbogenreihen auf vier Ebenen. 
  • Die Müngstener Talbrücke
  • Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Eisenbahnbrücke als Stahlbogenbrücke errichtet. Sie gilt besonders in technischer Hinsicht als eine der interessantesten Brücken Deutschlands und ist noch heute in Gebrauch, ohne Verfallszeichen aufzuweisen. Das Besondere an der Brücke ist ihre letztlich kostensparende Errichtung im sogenannten freien Vorbau, einer Bautechnik, die ohne Gerüst auskommt, damals neu vom Ingenieur Anton Rieppel eingeführt wurde und weltweit Aufsehen erregte.
  • Die Köhlbrandbrücke in Hamburg
  • Um eine raschere Wegeverbindungslösung zwischen Süder- und Norderelbe zu erreichen entschied man sich aufgrund eines Wettbewerbbeitrags für eine Brücke mit büschelförmig angeordneten Schrägseilen auf zwei markanten Pylonen sowie mit sanft ansteigenden Auffahrrampen. Es entstand ein Bauwerk mit 3940m Länge, und einer schiffbaren Höhe, das 1975 einen Preis als schönste Brücke Europas erhielt und zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt Hamburg wurde.