Materialien für den Brückenbau
Das zweifelsohne älteste Material zum Brückenbau ist Holz, angefangen beim Baumstamm, der eher zufällig ein fließendes Gewässer überbrückt und damit einen Weg bereitet. Bis weit ins 18./19. Jahrhundert hinein wurden auch größere Flussübergänge oder Eisenbahnbrücken damit errichtet. Auch heute wird dieses Material bei kleineren Brückenformen verwendet, wie z.B. Fußgängerstegen. Für Seilbrücken gibt es ebenso elementares Material aus Pflanzenfasern bis hin zu Drahtseilen. Stein als massives Material für den Brückenbau wurde ebenfalls schon früh verwendet und im Laufe der Jahrhunderte zu immer ausgeklügelteren Konstruktionen verarbeitet, die letztlich eine Stützweite bis zu 28 Metern und eine lichte Weite von 72 Metern erreichten. Im Zeitalter des Betons und seiner Ableger des Stahl- und Spannbetons werden Brückenkonstruktionen mit niedrigen Bauhöhen der Träger ermöglicht. Metall als Brückenmaterial fand mit der Industrialisierung große Verbreitung. Man unterscheidet hier an Materialien Gusseisen, das wegen geringer Belastbarkeit heute nicht mehr verwendet wird. Anstelle dessen wurde Stahl oder vermehrt auch Stahlguss eingesetzt, mit dem Seile, Profile und Bleche, also Brückenteile, hergestellt werden. Die Korrosionsgefahr kann nur durch entsprechende Beschichtungen eingedämmt werden und macht solche Konstruktionen aufwändig im Unterhalt. Wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit werden unter anderem auch Aluminiumlegierungen verbaut.