Brücken im Architektur-Ingenieurbau: Bauwerke, Biographien ...

Allgemeine Informationen zum Thema Brückenbau

Brücken zählen seit frühesten Zeiten zu den Intelligenzleistungen des menschlichen Geistes. Zwei Ufer eines Flusses miteinander zu verbinden oder ein Hindernis, z.B. eine Schlucht, damit zu überwinden, gehört zu den elementaren infrastrukturellen Bedürfnissen und Maßnahmen, die der Mensch seit der Steinzeit unternimmt, um in einer nicht immer freundlichen Umgebung Struktur und Orientierung zu schaffen.

Die Brücke als Bauwerk – Definition und Geschichte

Eine Brücke definiert man als Baumaßnahme zur Überwindung von Hindernissen, indem etwas überspannt wird. Durch diese Überspannung wird erreicht, dass eine neue begeh- oder befahrbare Trasse entsteht und somit die Wegestruktur ausgeweitet wird. So spielten Brücken als strategisch wichtige Punkte auch immer wieder eine Rolle in feindseligen Auseinandersetzungen und wurden nicht erst seit der Einleitung der Wiedervereinigung Deutschlands auf der Glienicker Brücke zum Symbol für Frieden und Verständigung.
Geschichtlich lässt sich Brückenbau bis in die Steinzeit zurückverfolgen. In der mittleren Steinzeit wurden Sümpfe auf parallel gelegten Holzbohlen überquert. In der Themse in London fand man bronzezeitliche Überreste von Brücken und eine Brücke in der Schweiz in La Tène wird in die Eisenzeit eingeordnet.

Die ältesten noch erhaltenen Brücken innerhalb Europas sind die steinernen Bogenbrücken von Arkadiko in Griechenland. Sie datieren zurück ins 12. Jahrhundert vor Christus und sind noch heute begehbar. Außerhalb Europas weiß man von chinesischen Brücken im 12. Jahrhundert vor Christus, die aus vielen miteinander verbundenen Booten bestanden. Durch ihre ausgedehnten Eroberungsaktivitäten wurden die Römer zu antiken Spezialisten im Brückenbau und ihre gut erhaltenen Aquädukte und Flussbrücken entlang des Limes, aber auch andernorts, beeindrucken noch heute.
Neben flussüberquerenden Holz- und Steinbrücken wurden im Mittelalter besonders Zugbrücken bekannt, die den Burggraben überbrückten und gegen Angriffe schützen konnten. Ferner wurde die Idee, Brücken an den Eingangswegen zu Städten mit einem Zoll zu belegen, populär. Außerhalb Europas verfeinerten z.B. die Inka in Südamerika den Bau von Hängebrücken. Seit dem Zeitalter der Industrialisierung löste zum Teil Gusseisen als Baustoff Stein und Holz ab. Wegen mangelnder Zugfestigkeit des Materials gab es hier jedoch mehrere Einstürze. Man entwickelte dann die Bauweise mit galvanisierten Stahldrahtseilen. Ein Beispiel hierfür ist die 1867 gebaute Brooklyn-Bridge in New York.

In den nächsten Jahrzehnten fand eine Art Wettlauf ehrgeiziger Bauingenieure der Brückenbaukunst statt und nicht zuletzt auch aufgrund des anwachsenden Verkehrsaufkommens und des Ausbaus des Schienenverkehrs kamen immer neue Tragesysteme bzw. Kombinationen verschiedener Techniken und Brückenformen zur Ausführung.
 

Themen

  • Golden Gate Brücke

    Golden Gate Brücke in San Francisco

    Die 1937 erbaute Golden Gate Brücke an der Bucht von San Francisco. Der Ingenieur Othmar Ammann entwarf die Konstruktion und wurde unter Leitung von Josef B. Strauss in 4-jähriger Bauzeit fertig gestellt. Die Golden Gate Brücke ist eine der bekanntesten Brücken der Welt. Mehr über die Golden Gate Brücke >>.